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14.09.2018, 20:14 Uhr | Übersicht | Drucken
Ein gefährliches und gefährdetes Kleinod
MdB Henrichmann in den Borkenbergen / Motocross verursacht Schäden

 Ein Besuch der Borkenberge ist wie eine Zeitreise: „Noch vor 150 Jahren haben weite Teile Westfalens so wie hier ausgesehen“, berichtete Jürgen Rost, Leiter des Bundesforstbetriebes Rhein-Weser. Erhalten geblieben ist diese nahezu einzigartige Heide- und Waldlandschaft dank der militärischen Nutzung, einst durch die kaiserliche Armee, zuletzt und bis 2015 durch die Briten. Über die Gefahren, denen die Naturerbefläche ausgesetzt ist, und über die Gefahren, die auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz lauern, informierte sich der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann.
Begleitet wurde der CDU-Politiker vom stellvertretenden Bürgermeister Anton Holz, Unions-Fraktionschef Bernhard Möllmann und weiteren Vertretern der CDU und der Landwirtschaft aus 


Lüdinghausen und Seppenrade. Die Führung durch die Borkenberge übernahmen Jürgen Rost, Christian Techtmann, beim Bundesforstbetrieb zuständig fürs Münsterland, Revierleiter Georg Feldmeier sowie Michael Diekamp, Betriebsmanager beim DBU Naturerbe. Die Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist Eigentümerin der Borkenberge.

Eine Strecke am Rand des 1.800 Hektar großen Geländes ist für Besucher frei gegeben, ein weiterer Abschnitt soll noch in diesem Jahr folgen. „Komplett begehbar werden die Borkenberge niemals sein“, erklärte Techtmann. Zu viel scharfe Munition sei im Erdreich verborgen. „Dennoch möchten wir Naturerleben möglich machen“, unterstrich Diekamp. Ein Wegekonzept soll zumindest Teile erschließen. Ein durchaus schwieriger Balanceakt: „Manche seltene Arten haben sich nur deshalb hier entwickeln können, weil die Fläche weder intensiv bewirtschaftet noch bebaut wurde, offen gehalten werden musste und nur wenige Menschen Zutritt hatten“.

Feld- und Heidelerchen gehören  dazu, aber auch der Kranich brütete hier schon. Dabei kooperiert das DBU Naturerbe mit dem Bundesforst, der als Dienstleister einen einheitlichen Standard in der Betreuung, Pflege und Entwicklung von Naturerbeflächen gewährleistet.

Was dem DBU Naturerbe und dem Bundesforstbetrieb große Kopfschmerzen bereitet: Motocrossfahrer gefährden sich auf dem einstigen Militärgelände nicht nur selbst, sondern „zersägen“ förmlich die Sandhügel, klagte Rost. Die Schäden in Form tiefer Schneisen sind überall zu sehen. Beim nächsten Starkregen drohen Erosionen, den Sand wegzuschwemmen. „Eine Landschaft, die vor 150 Millionen Jahren entstanden ist, wird innerhalb von zwei Generationen zerstört“, machte der Leiter des Bundesforstbetriebes keinen Hehl aus seinem Ärger. Immerhin: Seit sich herumspreche, dass schon Ersttätern eine Buße von 1.000 Euro drohe, sei es etwas ruhiger geworden.

 


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